Ressourcen-Rechner
Was tägliche Retoure wirklich kostet — nicht in Euro, sondern in Wasser und Energie
Modellrechnung auf Basis wissenschaftlicher Branchendurchschnitte für Brot und Brötchen — Quellen ganz unten.
Wasserfußabdruck
21.400–25.300 L
≈ 143–169 volle Badewannen
Energie (kumuliert)
76–102 kWh
≈ 10–13 Tage Haushaltsstrom
Hochrechnung rein rechnerisch bei täglich gleichbleibender Menge — keine Prognose, keine Garantie.
— Schätzung, keine Garantie
Wasser eingespart
4.280–6.420 L
≈ 29–43 Badewannen
Energie eingespart
17,8–26,7 kWh
≈ 2,2–3,3 Tage Haushaltsstrom
Eine unabhängige wissenschaftliche Ökobilanz-Studie (TU Berlin, Journal of Industrial Ecology 2024, Quelle unten) dokumentierte am Beispiel eines am Markt verfügbaren Anbieters (Foodforecast) eine durchschnittliche Retourenreduktion von 30 % im Jahr 2022 — auf Basis von dessen eigenen Verkaufsberichten. Diese Studie bezieht sich auf einen anderen Anbieter, nicht auf CI4U, zeigt aber, dass die grundsätzliche Wirkung von KI-Bestellprognose auf Retourenreduktion unabhängig wissenschaftlich bestätigt ist. Der hier eingestellte Beispielwert von 20 % liegt bewusst konservativ unter diesem Wert, da für CI4U selbst noch keine eigenen Kundenzahlen zur Retourenreduktion vorliegen. CI4Us eigener Backtest-Wert (MAPE unter 12 %, siehe Bestellprognose) ist eine separate, davon unabhängige Kennzahl. Ob und in welcher Höhe sich eine Reduktion bei Ihnen einstellt, ist individuell — keine Zusage.
Bestellprognose wird meist als Kostenfrage betrachtet: weniger Retoure, weniger Wareneinsatz, mehr Marge. Das stimmt — ist aber nur die halbe Geschichte. Für jedes produzierte Brötchen und jedes Brot wurden bereits vorher Wasser und Energie aufgewendet: beim Anbau des Getreides, bei der Verarbeitung, beim Backen. Ist das Produkt am Ende Retoure, ist dieser Aufwand nicht rückgängig zu machen — unabhängig davon, was mit dem Produkt danach passiert.
Der oben ausgewiesene Wasserfußabdruck ist dabei überwiegend virtuelles Wasser: nicht das Wasser, das sichtbar in den Teig kommt, sondern die gesamte Wassermenge, die entlang der Erzeugungskette verbraucht wurde — vor allem für die Bewässerung der Getreidefelder beim Anbau. Dieses Konzept stammt aus der Wasserfußabdruck-Forschung (siehe Mekonnen & Hoekstra 2011, Quelle unten) und macht einen Verbrauch sichtbar, der sonst unsichtbar in der Lieferkette verschwindet.
Diese Seite zeigt diesen Zusammenhang nicht, um Angst zu machen oder ein schlechtes Gewissen zu erzeugen, sondern um sachlich zu veranschaulichen, warum präzisere Bestellprognose mehr ist als eine reine Kostenfrage. Alle Zahlen sind Branchendurchschnitte aus öffentlich verfügbarer Forschung — keine CI4U-eigenen Messungen, keine Zahlen aus echten Kundenbetrieben.
Verwendete Werte je Einheit
Brötchen (50–60 g): Wasserfußabdruck ≈ 40 L, Energieaufwand kumuliert ≈ 0,22–0,30 kWh (direkter Backaufwand allein: ≈ 0,05–0,09 kWh).
Brot (1 kg): Wasserfußabdruck ≈ 1.300–1.600 L, Energieaufwand kumuliert ≈ 4,5–6,0 kWh (direkter Backaufwand allein: ≈ 1,2–1,8 kWh).
Rindfleisch (1 kg): Gesamter Wasserfußabdruck (inkl. Regenwasser für Futteranbau) ≈ 15.400 L, davon ca. 84 % (≈13.000 L) grünes/Regenwasser, ca. 16 % (≈2.400 L) direkt nutzbares Blau-/Grauwasser (Beispiel-Aufteilung, Länder-/Studien-abhängig). Energieaufwand kumuliert ≈ 8 kWh.
Hähnchenfleisch (1 kg): Wasserfußabdruck ≈ 4.300 L (auch hier weit überwiegend grünes Wasser, keine gesonderte Aufschlüsselung verfügbar), Energieaufwand kumuliert ≈ 10 kWh.
Schweinefleisch (1 kg): Wasserfußabdruck ≈ 6.000 L (ebenfalls weit überwiegend grünes Wasser). Für den Energieaufwand konnte keine mit Rind-/Hähnchenfleisch vergleichbar bemessene Quelle gefunden werden — wird hier deshalb nicht mitgerechnet (nur Wasserfußabdruck, keine erfundene Zahl).
Quellen: Wasser- und Energiefußabdruck (Branchendurchschnitte, keine CI4U-eigenen Messwerte)
- Mekonnen, M.M., Hoekstra, A.Y. (2011): The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products, Value of Water Research Report Series No. 47, UNESCO-IHE.
- Universität Bremen, FAKTEN-Tool Lebenszyklusanalysen (kumulierter Energieaufwand Backwaren).
- Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V. / ifeu Heidelberg (direkter Energieaufwand Backprozess).
- WWF Deutschland, Studie „Unser täglich Brot“.
- Mekonnen, M.M., Hoekstra, A.Y. (2012): A Global Assessment of the Water Footprint of Farm Animal Products, Ecosystems, 15(3), 401–415 (Wasserfußabdruck Rind-/Schweine-/Hähnchenfleisch, globaler Durchschnitt).
- ifeu Heidelberg / Umweltbundesamt (2020): Ökologische Fußabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland (kumulierter Energieaufwand Fleisch, „an der Supermarktkasse“).
Quellen: Einsparpotenzial durch KI-Bestellprognose (unabhängige Studien, keine CI4U-eigenen Kundenzahlen)
- Hübner, N., Caspers, J., Coroamă, V.C., Finkbeiner, M. (2024): Machine-learning-based demand forecasting against food waste: Life cycle environmental impacts and benefits of a bakery case study, Journal of Industrial Ecology, 28(5), 1117–1131, DOI: 10.1111/jiec.13528 (TU Berlin) — Ökobilanz-Analyse eines am Markt verfügbaren ML-Bestellprognose-Dienstes (Foodforecast), dokumentiert auf Basis von dessen eigenen 2022er-Verkaufsberichten eine durchschnittliche Retourenreduktion von 30 %. Bezieht sich auf einen anderen Anbieter als CI4U.
- Fachhochschule Münster (iSuN), Endbericht „Reduktion von Lebensmittelabfällen bei Brot- und Backwaren“, gefördert vom Ministerium für Verbraucherschutz NRW (MKULNV), durchgeführt mit fünf Bäckereibetrieben aus dem Münsterland und einem Betrieb aus Hilden — dokumentierte Retourenquoten vor Optimierung von 3,8–16,7 % der ausgelieferten Menge (Endbericht, S. 55).
Vergleichsgrößen (Badewanne ≈ 150 L, Haushalts-Tagesstromverbrauch ≈ 8 kWh) sind gängige, grobe Orientierungswerte zur Einordnung — keine wissenschaftliche Präzisionsangabe. Ab hohen Mengen wechselt die Anzeige auf besser lesbare Größenordnungen, jeweils bezogen auf den oben gewählten Zeitraum (Tag/Monat/Jahr): durchschnittlicher direkter Wasserverbrauch pro Kopf in deutschen Haushalten ≈ 123 L/Tag (BDEW, Erhebung 2023 — bewusst NICHT der weiter gefasste Wasserfußabdruck inkl. virtuellem Wasser, sondern nur der direkte Haushaltsverbrauch, zur besseren Vergleichbarkeit). Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland hat rund 2 Personen (Destatis, Mikrozensus 2024), damit ≈ 246 L/Tag pro Haushalt. Durchschnittlicher Stromverbrauch eines Haushalts ≈ 8 kWh/Tag bzw. ≈ 3.000 kWh/Jahr (BDEW). Der Wasser-Vergleich bezieht sich bewusst nur auf den direkten Trinkwasserverbrauch (Duschen, Kochen, Waschen usw.) — nicht auf den gesamten virtuellen Wasserfußabdruck eines Haushalts, der durch Lebensmittelkonsum und Konsumgüter deutlich höher liegt. Werte insgesamt sind Branchendurchschnitte aus öffentlich verfügbarer Forschung, keine CI4U-eigenen Messwerte.
